Allgemeines
Die Insel Mauritius, abgeschieden im Indischen Ozean kann allein durch Ihren Namen bei sonnenhungrigen Touristen paradiesische Vorstellung wecken. Träume von palmengesäumten Stränden, von Wassersport im wärmsten aller Meere, von Korallenbänken und freundlichen Einheimischen haben Mauritius populär gemacht.
Von den insgesamt knapp 700.000 ausländischen Besuchern stellen die Deutschen einen Anteil von 47.000 (im Jahr 2001) und rangieren damit an dritter Stelle hinter Frankreich und Reunion. Die Insel hat ihr eigenes Gepräge, ist unverwechselbar und unvergleichlich schön. Doch nur den Tag am Strand zu verbringen, dazu ist die Insel eigentlich zu schade. Denn dem interessierten Besucher bieten die pittoresken Orte und quirligen Städte, die herrliche Vegetation, die mal majestätische, mal liebliche Landschaft und vor allen Dingen die verschiedenen Bevölkerungsanteile eine solche Fülle an Eindrücken, dass sich bloßes Sonnenbaden fast von selbst verbietet. Inder, Afrikaner, Chinesen, Europäer, Kreolen haben eine multikulturelle Gemeinschaft gebildet, die mit ihren Tempeln, Kirchen, Pagoden und Moscheen, mit ihren religiösen Festen und mit ihren Küchen, mit ihrer Vitalität und Freundlichkeit an sich schon eine Reise wert ist.
An- und Abreise
Von Deutschland aus fliegt Air Mauritius ab Frankfurt zweimal und ab München einmal wöchentlich nonstop nach Mauritius. Auch die Thomas Cook Airlines bedient die Destination Mauritius mindestens einmal pro Woche im Liniendienst ab Frankfurt, München, Düsseldorf. Die Flugzeit beträgt etwa 11,5 Stunden von Frankfurt.
Andere
große Fluggesellschaften, mit denen man von Mitteleuropa aus leicht nach
Mauritius kommt, sind Air France über Paris und British Airways über London.
Etwas umständlicher ist die Route über Afrika, etwa mit South African Airways,
der Air Zimbabwe oder mit Air Madagascar. Hier muss man Zwischenübernachtungen
einkalkulieren, anderseits bieten die genannten Fluggesellschaften aber die
Möglichkeit, Mauritius mit anderen afrikanischen Zielen zu kombinieren.
Die Emirates fliegt via Dubai nach Mauritius und ermöglicht damit die
Kombination mit den Emiraten.
Wir organisieren selbstverständlich den Transfer zu den Hotels und auch zu den
Apartments und Häusern.
Einkaufsmöglichkeiten:
Außerordentlich günstig und gut verarbeitet gibt es Textilien zu kaufen, sei es von fliegenden Händlern am Strand oder sei es auf Märkten, in den Hotelshops, in Spezialläden und ab der Fabrik. Beliebt sind ferner alle möglichen Schmuckgegenstände, etwa Ketten aus poliertem Lavagestein oder aus Muscheln, die u. a. am Strand verkauft werden. Interessant ist der Kauf von Gewürzen, indischen Farbpigmenten oder Korbwaren wie Matten und Hüten, die man allesamt sehr preiswert auf dem Markt erstehen kann. Gleiches gilt auch für den einheimischen Kaffee oder Tee sowie verschiedene Kräutergetränke oder Gewürze wie Safran, Koriander, Ingwer, Vanille sowie exotische Curry-Mischungen. Ein genauso typisches wie schmackhaftes Mitbringsel sind Obst- oder Früchtepakete, die man u. a. am Flughafen erstehen kann. Ebenfalls im Flughafen stehen sorgsam verpackte Blumenarrangements zum Verkauf. Billig, gut und berühmt ist der Rum (Green Island, Old Mill), der in Supermärkten, Getränkeläden und dem Duty-Free-Shop verkauft wird.
Einreisebestimmungen
Bei der Einreise benötigen Besucher aus EU-Ländern kein Visum. Erforderlich ist bei einer Aufenthaltsdauer bis zu 3 Monaten ein gültiger Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist, der Beweis, dass man das Land auch wieder verlässt (Rückflugticket) und dass man die Kosten des Aufenthalt bestreiten kann.
Elektrizität:
Auf Mauritius beträgt die Stromspannung 220 Volt; die Steckdosen sind in den meisten Hotels mit unseren Steckern kompatibel, ansonsten sind über den Zimmerservice Adapter erhältlich.
Fotografieren und Filmen
Wegen der tropischen
Helligkeit sind grundsätzlich weniger lichtempfindliche Filme zu empfehlen, höherempfindliche
Filme für die Unterwasserfotografie und Innenaufnahmen. Auch sollten Sie für
die Außenaufnahmen einen UV-Filter und ggf. eine Sonnenblende verwenden;
Lichtreflexe auf dem Wasser lassen sich durch Polarisationsfilter abschwächen.
Die besten „Fotografierzeiten“ sind immer dann, wenn die Sonne schräg steht
und Schatten wirft, also der frühe Morgen und der späte Nachmittag.
Respektieren Sie bei Portraits die Menschenwürde der Abgelichteten und fragen
Sie um Erlaubnis. Meist haben die Einheimischen nichts dagegen und zeigen stolz
Ihre freundlichen Gesichter. Alle großen Fotofirmen sind auf Mauritius
vertreten, so dass Sie Filme, Batterien und Kamerazubehör an Ort und Stelle
kaufen können - allerdings sind die Preise deutlich höher als in Deutschland.
Geld
Die mauritianische Währung
ist die Rupie (Rupee, abgekürzt Rs oder MUR), die aus 100 Cents (cs) besteht. Es gibt
Münzen im Wert von 1 und 5 Rs sowie 5, 10, 20, 25 und 50 Cents. Banknoten
existieren im Wert von 10 (grün), 50 (blau), 100 (rot), 200 (grün), 500 (braun) und
1.000
(blau) Rs. Der Wechselkurs beträgt etwa: 1 EUR = Rs 31,00 (Stand 09/03).
Ausländische Währung kann in
vielen Banken an jedem größeren Ort und im Flughafen umgetauscht werden,
ebenso in den größeren Hotels. Empfehlenswert ist die Mitnahme von US$- oder
Euro-Reiseschecks; deren Umtausch ist in Banken überdies günstiger als der von
Bargeld! Den besten Wechselkurs haben die Banken, beim Umtausch von
Reiseschecks nehmen die Banken im Airport-Gebäude eine höhere Gebühr als die
außerhalb des Flughafens.
Immer mehr durchgesetzt hat
sich das „Plastikgeld“ der großen Kreditkartenfirmen (American Express, Diners,
Eurocard/Mastercard, Visa), das z.B. bei der Anmietung eines Leihwagens Vorteile
bietet (Wegfall der hohen Kaution). Alle Umtauschbelege sollten Sie aufbewahren, da
sie beim Rückumtausch von Rupien in ausländische Währung verlangt werden
können.
Impfungen/Gesundheit
Mauritius birgt keine
gesundheitlichen Gefahren wie giftige Schlangen, Malaria o. ä. Die wohl häufigsten
"Krankheiten", denen sich Touristen ausgesetzt sehen, sind Sonnenbrand
oder -stich und Erkältung, beides gleichermaßen lästig wie vermeidbar. Eine
Erkältung können Sie sich bereits auf dem Hinflug oder am ersten Tag
einfangen, wenn Sie z. B. am Abflugort frieren, im Flughafen schwitzen, von der
Flugzeug-Klimaanlage in die schwüle Hitze von Mauritius kommen, um dann im
Hotelzimmer wieder abzukühlen.
Beim Sonnenbaden sollte man der Haut in den ersten Tagen nicht zuviel zumuten.
Die Sonne steht auf Mauritius hoch am nördlichen Himmel, manchmal sogar im
Zenit und kann binnen kürzester Zeit zu einem Sonnenbrand führen. Besonders
gefährdet ist man an den windigeren Plätzen, wo man die UV-Strahlung nicht
rechtzeitig bemerkt, und im Wasser. Wer längere Zeit schnorchelt, sollte
deswegen unbedingt ein T-Shirt tragen - und achten Sie bei der Wahl Ihres
Strandplatzes darauf, dass Sie auch im Schatten liegen können! Da die Äquatorsonne
auch bei bedecktem Himmel oder im Schatten für Sonnenbrand sorgt, ist eine
zuverlässige Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor unerlässlich.
Kleidung
Ganzjährig ist
atmungsaktive und leicht waschbare Sommerkleidung angebracht. Empfohlen wird
eine Sonnenbrille.
Klima
In den Tropen zwischen Äquator und südlichem Wendekreis gelegen, kann man bei den Maskarenen nicht mit unseren Begriffen von Sommer und Winter operieren, aber auch Regenzeit und Trockenzeit treffen nur bedingt zu. Um es ganz grob vereinfacht zu sagen: Es ist das ganze Jahr über warm, und es fallen das ganze Jahr über Niederschläge! Die Unterschiede stecken also mehr im Detail und betragen nur etwa 5 Grad zwischen Januar und Juli. Da sich Mauritius von uns aus gesehen auf der anderen Welthalbkugel befindet, gilt: Am wärmsten ist es von November bis Januar, am kühlsten von Juni bis August. Die heißen Monate sind dabei gleichzeitig die, die den meisten Regen bringen - mit dem Maximum im Januar, und umgekehrt haben die weniger heißen Monate den geringsten Niederschlag - mit dem Minimum im Juli. Damit ist das Klima von Mauritius aber noch nicht eindeutig festgelegt, denn zwei wichtige Komponenten bestimmen mindestens ebenso, wie warm und feucht es tatsächlich werden kann - der Wind und der jeweilige Standort. Bei Wanderungen im Gebirge sollte man daran denken, dass die oft angegebenen Durchschnittstemperaturen für die Küstenregion gelten und dass es ab etwa 500 m Höhe kühler ist: sommers wie winters bis zu 5 Grad und mehr. Gleichzeitig ist es auf den Bergen auch erheblich nasser, besonders auf der Ostseite, denn hier stauen sich die Wolken und regnen ab. So liegen die Montagnes Bambous oder die Montagnes Savanne oft in dichten Wolken oder Nebel, während sich an der Küste die Badegäste unter strahlend blauem Himmel tummeln. An einigen Stellen konnten hier sogar bis über 4.500 mm Niederschläge im Jahresdurchschnitt gemessen werden, was selbst in den schlimmsten Regenlöchern Nordwesteuropas nicht erreicht wird. Die hohe Luftfeuchtigkeit von 90% tut ihr übriges, dass beim Wandern der Besucher auch auf der Haut recht nass wird.
Die vorherrschende Windrichtung wird durch den ständigen Südostpassat bestimmt. Diese gleichmäßige Brise ist dafür verantwortlich, dass die südöstlichen Berghänge meistens wolkenverhangen sind und es an der Küste dieser Inselseite immer etwas frischer ist: im heißen mauritianischen Sommer (November-Januar) also angenehmer und für Surfer immer ideal. Demgegenüber kann die Hitze auf der windabgewandten Seite stehen und in der regenarmen Region des Nordens oder der Hauptstadt Port Louis unangenehm werden. Für die Gäste ergibt sich daraus folgende Faustregel für die Quartiersuche:
- Wer es, besonders im
mauritianischen Sommer, nicht zu heiß haben will und sich beim Sonnenbaden von
einer mäßigen bis stärkeren Brise nicht gestört fühlt, sollte ein Hotel an
der Ostküste bevorzugen. Gleiches gilt für passionierte Surfer, die ideale
Bedingungen haben wollen.
- Wem hingegen Hitze nichts
ausmacht oder aber im mauritianischen Winter die wärmsten Temperaturen genießen
will, außerdem zum Baden, Wasserski u. a. Wind nicht gebrauchen kann, der sollte
an der Westküste logieren. Der Südostpassat ist zwar ganzjährig wirksam,
besonders stark aber von Juni bis September.
Im Januar liegt die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur bei 28°C und die Tagestiefsttemperatur bei 22°C, während im Juli die Höchsttemperatur 30°C und die Tiefsttemperatur 24°C beträgt. Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge beläuft sich auf 1.029 mm. Am feuchtesten sind die Monate August bis November, am trockensten die Monate Februar bis April.
Unterwegs
Auf Mauritius fährt man links! Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h in Ortschaften, außerhalb 80 km/h. Im Kreisverkehr gilt rechts vor links. An Kreuzungen oder Einmündungen wird die Vorfahrt durch weiße Streifen markiert. In vielen Reiseführern und Prospekten werden Sie vom „ausgezeichneten Zustand der 1.600 km asphaltierten Straßen“ lesen. Tatsächlich gibt es gute Abschnitte, insbesondere der Mitte der 90er Jahre fertiggestellte Motorway, eine autobahnähnliche Verbindung Grand Baie - Port Louis - Plaisance (Airport). Auch die mit „A“ klassifizierten Straßen tragen zumindest eine Asphaltdecke. Neuere Straßen haben in der Mitte „Katzenaugen“, die das Licht reflektieren.
Insgesamt aber müssen die
Straßenverhältnisse als schlecht bezeichnet werden, wenn man mitteleuropäische
Maßstäbe anlegt. Besonders auf den „B“-Straßen machen unbefestigte
Seitenstreifen, Schlaglöcher, tiefe Querrillen, scharfe Kurven u. ä. das
Autofahren zu einer nervenaufreibenden Arbeit, vor allem bei oder nach starken
Regenfällen und während der Dunkelheit; dazu kommen viele Fußgänger, Tiere,
Radfahrer und unbeleuchtete Vehikel aller Art, die äußerste Konzentration
erfordern. Um der Misere abzuhelfen, wird ständig im Straßenbau gearbeitet,
was wiederum zu Behinderungen führt. Die Einheimischen, die die Strecken
kennen, huschen zum Teil im Slalom an den schlimmsten Löchern vorbei, schneiden
gerne die Kurven und benutzen oft die Fahrbahnmitte. An Wochenenden sind außerdem
viele Angetrunkene unterwegs, zu Fuß, auf Fahrrädern und auch in Autos - an
solchen Tagen also besser auf Privatausflüge mit dem Wagen verzichten. Die
Beschilderung ist schlecht - jeder, der mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte
deshalb einen aufmerksamen Beifahrer und gutes Kartenmaterial dabei haben sowie
Zeitreserven für Umwege, die Ortsunkundige mit Sicherheit irgendwann einmal zu
fahren haben. Insgesamt sollte sich trotzdem keiner entmutigen lassen, sich mit
dem Auto auf Landexkursion zu begeben, nur sollte man die geschilderten
Bedingungen einkalkulieren. Also: Rechnen Sie mit erheblich mehr Zeit, als Sie
nach einem Blick auf die Landkarte oder die Entfernungstabelle zu benötigen
glauben.
Schlagen Sie es sich aus dem Kopf, die Insel in einem Tag umrunden zu wollen.
Besonders während der Woche werden Sie vom dichten Verkehr aufgehalten.
Und geben Sie bei der Wahl Ihres Mietwagens einem gut gefederten Auto
den Vorzug, auch wenn es etwas mehr kosten sollte.
Tankstellen sind flächendeckend vorhanden und normalerweise werktags von 07.00 Uhr - 20.30 Uhr geöffnet, an größeren Orten auch sonn- und feiertags. Ein Liter Superbenzin kostete im November 2002 ca. Rs 26.
Mietwagen gibt es ab etwa EUR 50-60 pro Tag bei den zahlreichen Autoverleih-Firmen. Die Mietwagenpreise sind relativ hoch und Sie sollten bedenken, dass es bei Ganztages-Exkursionen billiger sein kann, mit einem Taxifahrer einen Festpreis (unter Rs 1.300,--!) auszuhandeln.
Wer auf Mietwagen oder Taxen wenigstens ab und zu verzichten möchte, findet in den mauritianischen Bussen eine billige und meist zuverlässige Alternative. Das Busnetz ist flächendeckend und funktioniert zwischen 06.00 und 20.00 Uhr, allerdings nach 19.00 Uhr in den Landbezirken nicht mehr. Zwischen Port Louis und Curepipe verkehren Busse über Rose Hill, Quatre Bornes und Vacoas bis 23.00 Uhr. Die über 70 einzelnen Verbindungen werden von 6 Busgesellschaften bedient. Wenn man bedenkt, dass z. B. die Strecke Grand Baie - Port Louis nur Rs 9 (anstatt etwa Rs. 400 für das Taxi) kostet, dass man dabei hautnah mit den Einheimischen in Kontakt kommen kann und wegen der erhöhten Sitzposition viel von der Landschaft sieht, sollte man wenigstens für Fahrten in die Hauptstadt auf die Busse zurückgreifen - auch wenn einige so aussehen, als ob sie die nächste Meile nicht überstehen würden. Der Fahrpreis wird bei Einsteigen direkt beim Fahrer bezahlt.
Für etwa Rs 100 ist es in mehreren Hotels möglich, Fahrräder bzw. Mountain Bikes zu mieten und Ausflüge in die nähere Umgebung (z. B. von Grand Baie zum Strand von Trou aux Biches oder rund um die Halbinsel Morne Brabant) zu unternehmen. Meiden Sie jedoch die vielbefahrenen Hauptstraßen. In Gand Baie bieten einige Verleihfirmen auch Motorräder und Mopeds an. Wegen der Verkehrsverhältnisse auf Mauritius ist das Anmieten eines motorisierten Zweirades allerdings nicht ungefährlich und nur für wirklich erfahrene Biker zu empfehlen.
Mit der mauritianischen Insel Rodrigues bestehen regelmäßige Flugverbindungen durch die Air Mauritius; ein Hin- und Rückflugticket kostet etwa Rs 6.000. Aber auch Mauritius selbst kann man aus der Luft erleben, z. B. auf einem Helikopter-Rundflug. Air Mauritius bietet u. a. Helikopter für Transfers vom Flughafen zu den größeren Hotels oder Flight-Seeing an, bei dem der Pilot den Flug auf Englisch kommentiert. Für einen solchen gut halbstündigen Rundflug müssen Sie mit Rs 5.650 für 4 Personen rechnen. Gebucht werden können die Helikopter-Touren bei den großen Reiseagenturen, Hotelrezeptionen oder direkt bei Air Mauritius Helikopter Services.