Turkmenistan Intensiv, 16 Tage

Ashgabat - Nisa - Nokhur Mountain Village - Dekhistan - Jangy Kala Canyon - Turkmenbashi - Darwaza - Konya Urgench - Dashogus - Turkmenabat - Koyten Village - Koytendag (Dinosaurier-Plateau) - Mary - Ashgabat


  • Tag 01 : Anreise nach Ashgabat

    • Abreise nach Ashgabat von Deutschland über Frankfurt mit Lufthansa oder über Istanbul mit Turkish Airlines.
      Ankunft am Flughafen Ashgabat kurz vor oder nach Mitternacht. Transfer zum Hotel.
      Übernachtung in Ashgabat.
       

  • Tag 02 : Ashgabat - Nisa

    • Ashgabat - die Stadt in der Wüste. Die von vielen Erdbeben (1893, 1895, 1929, 1948) heimgesuchte Stadt gehört heute zu den modernsten in Zentralasien. Seit Anfang der 1990er Jahre erhielt die Stadt durch zahlreiche Neubauten aus Stahlbeton und Glas, weitgehend gegen Erdbeben gesichert, ein ganz neues Gesicht. Schattige Alleen, Parklandschaften mit dichten Blumenrabatten und Springbrunnen lassen einen vergessen, wie trostlos die Umgebung von Ashgabat ist: Im Süden die nahezu vegetationslosen Ausläufer des Kopet-Dagh, im Norden die Wüste Karakum. Besichtigung des  Staatlichen Gestüts, wo Achal-Tekkiner - die älteste Pferderasse der Welt - gezüchtet werden. Es sind hervorragende Zuchtpferde von unverwechselbarer Schönheit und Schnelligkeit sowie Treue und Genügsamkeit. Ein geschütztes Naturerbe Turkmenistans. Besuch des Neutralitäts-Bogens, des Präsidenten-Platzes, des Lebensmittelmarktes Gulistan, des Lenindenkmals, der Ertogrul Ghazy Moschee und des Unabhängigkeitsdenkmals. Ausflug nach Nisa. Die alte Stadt Nisa, etwa 12 Kilometer westlich von Ashgabat, war einst eine königliche Residenz, bis sie Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. verlassen wurde. Auch wenn es nur Ruinen sind, die einen Besucher von Nisa im Schatten des Kopet-Dagh-Gebirges erwarten, so ist eine Besichtigung doch in jedem Fall zu empfehlen. Besonders angenehm ist es, die einst so mächtige Königsburg, deren Silhouette nahezu 50 Meter hoch aufragt, am Spätnachmittag aufzusuchen, um im Licht der untergehenden Sonne durch die ehemaligen Hallen und Räume der parthischen Festung zu wandern. Einige der hier gemachten Funde - z. B. 17 Rhyta, Skulpturen - werden im historischen Museum von Ashgabat ausgestellt, wo sie ergänzend einen besonders guten Einblick in das Leben einer königlichen Residenz vor rund 2.000 Jahren vermitteln. Besuch der Turkmenbasyng Moschee, der größten Moschee Zentralasiens. Spaziergang im Unabhängigkeitspark mit seinen unzähligen Fontänen und Statuen.
      Übernachtung in Ashgabat.

  • Tag 03 : Ashgabat - Nokhur Mountain Village

    • Weiterreise über 190 km zum Bergort Nukhur entlang der Täler Geokdere und Julge in den Kopetdag Bergen. Das Geokdere Tal soll nach einem Regierungsprojekt in den nächsten Jahren zu einem Erholungsgebiet für die Hauptstadt ausgebaut werden. Unterwegs Besuch der Saparmyrat Khadji Moschee und der Geokdepe Festung, jetzt ein Museum. Stopp am unterirdischen See Kow Ata in einer großen Grotte gelegen, 250 m lang, 25 m breit und 60 m tief, wobei der See 75 m x 23 m Ausdehnung hat. Das Dorf Nokhur liegt im Südwesten Turkmenistans, in den Tälern des Kopetdag-Gebirges. In Nokhur haben sich für Turkmenistan einzigartige Sitten und Gebräuche erhalten. Die Bewohner behaupten von sich selbst, Nachfahren der makedonischen Eroberer zu sein. Tatsächlich kann man hellhäutigen Menschen mit Blauen Augen und rötlichen Haaren begegnen. In der isoliert im Kelet-Tal gelegenen Siedlung leben etwa 5000 Bewohner, viele noch in Häusern, die in traditioneller Lehmbauweise errichtet wurden. Die Häuser haben die für Mittelasien typischen Iwane (dreiseitige Höfe oder Terrassen), geschmückt mit Holzsäulen, deren Kapitelle in Form von Hörnern geschnitzt sind. An Stangen befestigte Bergziegenschädel sollen die Höfe und deren Hausbewohner vor schlechte Einflüssen bewahren. Nachmittags kurze Wanderung zum Huri-Huri Canyon mit Wasserfall. Anschließend Besuch der muslimischen Pilgerstätte Kyz Bibi. Für die Pilger, die aus ganzen Land hierherkommen, wurde eine Chanaka (Pilgerherberge) errichtet. Der eigentliche Schrein ist eine Höhle, die über einen schmalen Pfad, vorbei an einem heiligen Baum, der 800 Jahre alt sein soll, erreicht wird. Der Legende nach lebte Kyz Bibi, in der vorislamischen Zeit die Schutzgöttin der Frauen und Göttin der Fruchtbarkeit, in dieser Höhle. Deshalb verwundert es nicht, wenn heute besonders Frauen diesen Ort aufsuchen, deren Wunsch nach Kindern bisher unerfüllt blieb. Ein besonders beeindruckendes Zeugnis der außergewöhnlichen Kultur ist der örtliche Friedhof. Hunderte verwildete Grabhügel sind zu sehen, jeder schmückend und schützend bestückt mit möglichst großen und imposanten Gehörnen von Bergziegen, welche an einfachen Holzpfählen befestigt sind. Überwiegend weiße, um die Pfähle gewickelte Bänder zeugen von den Besuchen der Verwandten am Grab der Verstorbenen. Spätnachmittags kurzer Besuch bei der örtlichen Weberei für Seidenstoffe.
      Übernachtung in Nokhur. 

  • Tag 04 : Nokhur - Dekhistan

    • Fahrt nach Dekhistan mit Unterbrechung am Paraw Bibi Schrein. Einige hundert Meter hoch in einem Felsmassiv gelegen, besteht der Schrein heute aus einem Gebäude, das einem Mausoleum gleicht (historische Quellen sprechen von einer Moschee). Am Fuße des Berges befindet sich ein einstöckiges Haus, das als Pilgerherberge (mihmanhana) dient. Eine überdachte Plattform wird als Versammlungs- und Eßplatz genutzt. In der Nähe des Gästehauses sind die Ruinen der alten Stadt Ferava, auch Afraw genannt, aus dem 9. Jahrhundert zu sehen. Alte Quellen berichten, dass die Stadt einst eine arabische Grenzfestung war, die zur Verteidigung gegen die vorrückenden Oghusen diente und später ein florierender Handelsplatz an der Straße nach Choresm wurde. Ankunft in Dekhistan am Nachmittag. Dekhistan erstreckte sich über 200 Hektar und war umgeben von einem doppelten Ring aus Verteidigungsmauern. Wie die meisten Städte dieser Zeit war sie unterteilt in eine Festungsanlage (Shakhristan) mit einer Zitadelle und eine Vorstadt (Rabat). In der dicht besiedelten Vorstadt befanden sich die Basare und Karawansereien. Das Shakhristan-Areal war geschützt von zwei Reihen Festungsmauern mit halbrunden Wachtürmen. Die Bewohner des Territoriums waren ackerbauende Viehzüchter. Ein künstlich angelegtes Bewässerungssystem ermöglichte gute Erträge. Drei Karawansereien lassen darauf schließen, dass Misrian auch ein bedeutender Handelsort war. Die Ruinen von Minaretten, Moscheen und Medresen, die heute zu sehen sind, zeugen vom hohen Stand der islamischen Architektur und der Kunstfertigkeit der Erbauer, besonders unter der Herrschaft der Choresm-Schahs. Im Gegensatz zu anderen bedeutenden Städten wie Merw, Konya Urgench oder Samarkand waren die meisten Gebäude in Dekhistan aus gebrannten Ziegeln und nicht wir üblich aus Adobe-Ziegeln errichtet und hatten ihren ganz eigenen Stil und Charakter. Zwei Minarette beherrschen heutzutage das Bild von Dekhistan. Das 20 m hohe Minarett Abu-Jafar Akhmed (nördliches Minarett oder Abu-Jafar Minarett) wurde 1004 bis 1005 vom Architekten Abu Bini Ziyad erbaut und erreichte einst eine Höhe von 40 m. Die glatte Oberfläche war geschmückt mit zwei Ringen aus geschnitzten Ziegeln mit arabischen Inschriften, die Auskunft über die Erbauer und die Zeit des Entstehens geben. Die Spitze eines jeden Minaretts war von einem breiten Gürtel aus geometrischen Motiven gekrönt. Das zweite Minarett, dessen Basis einen Durchmesser von sieben Metern hat, wurde etwa 200 Jahre später errichtet und befindet sich etwa 120 m vom ersten entfernt. Es gehörte zur Moschee des Choresm-Schahs Mukhammad. Von dieser Moschee sind nur zwei 18 m hohe Pylone mit blauen Glasierungen erhalten. Die Inschriften geben die Namen der Choresm-Schahs und den Namen des Architekten wieder. Sieben Kilometer nördlich von Dekhistan sind auf einem Friedhof namens Mashat noch die Überreste von fünf halbzerstörten Mausoleen aus dem 11. bis 12. Jahrhundert zu besichtigen. Am besten erhalten ist das Mausoleum von Shir-Kabir, das wahrscheinlich bereits zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert gebaut wurde und das älteste Mausoleum auf turkmenischem Territorium ist. Dekhistan, an der Grenze von Nomadensteppe und besiedeltem Oasengebiet, war einst ein Ort intensiven Kulturaustausches und Handels. Eine internationale Karawanenroute, die Choresm mit den arabischen Ländern verband, führte durch Dekhistan. Übernachtung in Dekhistan.

  • Tag 05 : Dekhistan - Jangy Kala

    • Die Reise führt Richtung Norden. An der Strecke Stopp und kurze Besichtigung in Balkanabat und bei den Mollagara Salzseen, die sehr viel besucht werden zu verschiedenen medizinischen Anwendungen, denn die Seen sind wesentlich salzreicher als das Tote Meer. Besuch des Gozli Ata Schreins. Weiter nördlich erheben sich wie aus dem Nichts beeindruckende Kalksteinfelsen - Jangy Kala. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Felsen um Überreste riesiger Korallenriffe aus dem Urmeer Tetis. Deutlich sind die unterschiedlichen Schichten zu sehen. Im unteren Bereich sind die Felsen rötlich-orange gefärbt, darüber fast strahlend weiß. Besonders bei Sonnenuntergang bietet diese mehrere Quadratkilometer große Landschaft ein einmaliges Spektakel. Die Felsen erreichen eine Höhe von 150 bis 200 m. Auf dem Plateau können versteinerte Muscheln und Ammonite wie am Strand gesammelt werden. Vom Plateau bietet sich ein phantastischer Blick hinab in die Canyons.
      Übernachtung im Zelt.

  • Tag 06 : Jangy Kala - Turkmenbashi

    • Heute führt die Tour weiter nach Turkmenbashi, dem administrativen Zentrum des Welayates Balkan. 600.000 Menschen leben in der 560 km von Ashgabat entfernten Stadt am Kaspischen Meer. Im Jahre 1717 entstand hier eine erste Siedlung, als russischen Truppen unter der Führung von Prinz Alexander Bekovich anlandeten mit dem Vorhaben, weiter nach Chiwa zu ziehen. Der Ort war ideal, denn das alte Bett des Amu Darja, der einst in das Kaspische Meer mündete, bot den besten Weg, die Wüste Karakum zu durchqueren. Die Mission scheiterte und erst 150 Jahr später betraten die Russen wieder dieses Terrain. 1869 landeten wieder russische Truppen und bauten die Festung Krasnovodsk ("Rotes Wasser"). Die Festung wurde zur Operationsbasis gegen das feindliche Khanat von Chiwa und zur Unterwerfung der turkmenischen Stämme. Mit dem Bau der Transkaspischen Eisenbahn im Jahre 1884 wurde Krasnodovsk auch zum bedeutenden Warenumschlagplatz. Mit den Ölfunden im Kaspischen Meer wurde Turkmenbashi zum Ölhandelsplatz, die größte Ölraffinerie Turkmenistans befindet sich hier. Heute ist Turkmenbashi ein beliebtes Ferienziel für die Turkmenen. Das Wasser des Kaspischen Meeres ist sauber. Etwa 10 km von der Stadt liegt das Gebiet "Awaza", ein Touristen-Resort, das in den nächsten Jahren große Investionen in einer "Sonderwirtschaftszone" erwartet mit dem Bau von Hotels, Resorts, Spas und - wie man munkelt - Casinos. Derzeit ist es noch recht beschaulich mit einigen wenigen Hotels oder Wochenendhäusern und Bungalows, die von den Besitzern an Gäste vermietet werden.
      Übernachtung in Turkmenbashi.

  • Tag 07 : Turkmenbashi - Bahn über Nacht nach Ashgabat

    • Morgens Ausflug in das 30 km entfernte Guwlymayak, wo seit Jahrhunderten Salz abgebaut wird, auch heute ist es das größte Salzreservoir in Turkmenistan. Nach der Rückkehr Besichtigungen in Turkmenbashi mit dem "Gate of Central Asia", einem symbolischen Monument für diejenigen, die im 17. Jahrhundert aus Russland ankamen. Besuch des Basars, wo der berühmte Kaspische Schwarze Kaviar verkauft und geräucherter Stör angeboten wird. Der Stör ist normal nur bekannt für seine Eier, ist jedoch ein sehr guter Speisefisch mit wenig Gräten. Nachmittags Fahrt zum Bahnhof. Das Bahnhofsgebäude ist ein hübscher, verspielter Bau aus dem 20. Jahrhundert. An Bord des Nachtzuges verlassen Sie gegen 16.00 Uhr die Stadt zur Fahrt nach Ashgbat.
      Übernachtung an Bord in 4-Bett-Abteilen.

  • Tag 08 : Ashgabat - Karakum Wüste - Kekirdek Nomaden - Darwaza

    • Ankunft am Bahnhof von Ashgabat gegen 07.30 Uhr. Abholung und Frühstück in einem Hotel, wo auch die Möglichkeit zu duschen und etwas Ausruhen besteht. Von Ashgabat geht es nördlich durch die Wüste Karakum über die Oase Erbent zu einer Nomaden-Siedlung (es sind immer wieder unterschiedliche Familien, die sich dort einige Zeit aufhalten und dann weiterziehen) namens Kekirdek Settled Nomadic Village. Sie lernen das Leben im Dorf kennen, das umgeben ist von den Sanddünen der Karakum Wüste. Beobachten Sie die Nomaden beim Schafe scheren, beim Weben der Wolle und der Herstellung von Kleidung, sehen Sie beim Brot backen zu oder beim Kamele melken und kosten Sie "chal", ein Getränk aus Kamelmilch. Nachmittags weiter nach Norden mit Stopp zum Fotografieren in den Sanddünen bis nach Darwaza. In der Nähe der ehemaligen Siedlung Darwaza, nördlich von Erbent, ist inmitten der Wüste Karakum eine besondere Attraktion zu bewundern. Auf der Suche nach Erdgas wurden hier in den siebziger Jahren Explorationsarbeiten ausgeführt. Das Gestein an der Bohrstelle war instabil und stürzte während dieser Arbeiten ein. Es entstand ein Krater mit einem Durchmesser von etwa 200 m und einer Tiefe von ca. 50 m. Aus hunderten Spalten im Gestein tritt Erdgas aus. In den folgenden Jahren verendeten viele Tiere in der Umgebung der Kraters. Entweder starben sie an Gasvergiftungen, oder sie stürzten in den Krater, der bis an die Abbruchkante bewachsen ist. Wie sich das ausströmende Gas entzündete, weiß niemand mehr ganz genau, es existieren verschiedene Geschichten. Am wahrscheinlichsten ist jedoch die Geschichte vom Viehhirten, der, um weitere Verluste in seinen Herden zu vermeiden, einen brennenden Autoreifen in den Krater warf. Sofort entzündeten sich an den Austrittsstellen des Gases Feuer, die bis heute brennen. Seither halten sich die meisten Tiere vom Krater fern. Es wurden bislang keine Versuche unternommen, die Feuer zu löschen. Besonders in der Nacht bietet der brennende Krater ein gigantisches Schauspiel. Bereits von einigen Kilometern Entfernung ist der Feuerschein zu sehen. An der Abbruchkante stehend, könnte man meinen, direkt in die Hölle zu blicken. Hunderte, vielleicht auch tausende kleine und größere Feuer lodern. In sicherer Entfernung übernachten Sie in einem Zeltcamp.

  • Tag 09 : Darwaza - Konya Urgench - Dashogus

    • Morgens führt die Reise weiter nach Norden bis nach Konya Urgench. Die Stadt, die früher den Namen Gurgandsch trug, war bereits im 1. Jahrhundert nach Christus ein bedeutendes Zentrum an der nördlichen Route der Seidenstraße, die zum Kaspischen Meer und nach Russland führte. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts wurde die Stadt von Arabern erobert, die den Islam ins Land brachten. 995 gelang es dem Emir Mahmun, das Land Choresm zu einen. Er machte Gurgandsch zu seiner Hauptstadt. Zahlreiche prächtige Paläste, Moscheen, Mausoleen, Koranschulen und Bibliotheken wurden gebaut und machten Gurgandsch zu einem Zentrum der islamischen Welt. Ab 1221 war die Stadt in mongolischer Hand und hieß nun Konya Urgench, das 2005 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Besichtigung der Altstadt mit dem Portal einer Karawanserei, Mamun Minarett, Il Arslan Mausoleum, Sultan Tekesh Mausoleum, Horezm Academy, Kutlug Timur Minarett, Turabek Hanum Mausoleum, Najm Ed Din Kubra, Soltan Ali Mausoleum und Museum für Geschichte und Ethnografie in der Dash Metjit Medrese. Fahrt nach Dashogus.
      Übernachtung in Dashogus.

  • Tag 10 : Dashogus - Amu Darja Naturreservat - Daya Khatyn - Turkmenabat

    • Fahrt entlang des Südufers des Amu Darja Richtung Südosten durch das Amu Darja Naturreservat. Zum Amu Darja Naturreservat gehören die Tugai-Wälder im Flußtal des Amu Darja und die angrenzenden Wüstengebiete. Im Schutzgebiet leben 48 Säugetierarten, darunter die Asiatische Gazelle und der Buchara-Hirsch, und mehr als 200 Vogelarten. 1040 Pflanzenarten wachsen hier. Das Schutzgebiet ist ein beliebter Überwinterungsplatz für viele Wandervögel. An der Strecke sieht man auch einige kleine Seen, von deren Fischbestand die Fischer gut leben können. Ankunft in Dargan mit der Karawanserei Daya Khatyn. Im 10. Jahrhundert war Dargan eine bedeutende Stadt an einer der Routen der Seidenstraße. Heute kann man in der Rabat (Vorstadt) noch zahlreiche Ruinen aus Lehmziegeln und die Mauern einer Festung sehen. Die Karawanserei wurde in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts gebaut und gehört zu den bedeutendsten architektonischen Denkmälern der nördlichen Schule von Chorasan im sogenannten "Goldenen Zeitalter". Das quadratisch angelegte Gebäude hatte eine Seitenlänge von 53 m und stand im Zentrum der Rabat. Sie gilt als eine der am besten erhaltenen Karawansereien Zentralasiens. Ankunft am Nachmittag in Turkmenabat unweit der Grenze zu Usbekistan.
      Übernachtung in Turkmenabat. 

  • Tag 11 : Turkmenabat - Koyten Village

    • Reise in den tiefen Südosten Turkmenistans nach Koyten (350 km, ca 5 Std.). An der Strecke Stopp und Besichtigungen des Astana Baba Mausoleums aus dem 12. Jahrhundert. Nachmittags Ankunft im Dorf Koyten. Dieser Ort wird in den nächsten Jahren sicher zu einem der wichtigsten touristischen Ziele für Naturliebhaber ausgebaut werden, denn er birgt einmalige Sehenswürdigkeiten im Kugitang-Naturreservat (Koyten Dag Nature Reserve). Eine Wanderung vermittelt erste Einblicke in die Region und Sie sehen den Koyten Bergsee.
      Übernachtung im Koyten Village.
       

  • Tag 12 : Koyten Village - Kugitang-Naturreservat (Koyten Dag Nature Reserve) - Dinosaurier-Plateau

    • Das Naturreservat im Osten Turkmenistans an der Grenze zu Afghanistan und Usbekistan wurde 1986 eingerichtet. Sein Territorium umfaßt 27.139 Hektar. Ziel ist der Schutz des einigartigen Ökosystems in den Bergen des Kugitang-Gebirgszuges und einer sehr seltenen Bergziegenart (Capra falconeri).
      Der Name Kugitang kommt vom persischen Wort "kuhi" und vom türkischen Wort "teng" und bedeutet soviel wie die "unüberwindlichen Berge". Zahlreiche Täler und tiefe Schluchten durchziehen das Gelände. Die längste Schlucht, Hodjachilgazbaba, ist 28 km lang. Die steilen Wände der Daraya-Schlucht erreichen eine Höhe von 600 m. Der Ayribaba ist mit 3139 m der höchste Berg Turkmenistans. Die tieferen Ausläufer des Kugitang-Gebirges sind dicht bewaldet, es wachsen Walnußbäume, Ahorn, Wacholder und wilde Trauben. Sehen Sie die Schlucht Um-bar Depe. Nahe senkrechte Wände begrenzen den Canyon, und ein Wasserfall fällt 28 m in die Tiefe. Im Canyon Kyrg Gyz, der bis zur Hälfte zugänglich ist - der übrige Teil ist von einem gewaltigen Steinschlag unzugänglich gemacht worden - befindet sich eine interessante Pilgerstätte. Von der Decke einer offenen Höhle hängen tausende bunter Bänder herab. Die Pilger befestigen kleine Lehmkügelchen an einem Ende des Bandes und werfen es an die Decke. Bleibt es kleben, so verheißt dies Glück und bescheinigt dem Werfer eine "reine Seele".
      Die Attraktion des Reservates ist ein Plateau, auf dem sich versteinerte Fußabdrücke von Dinosauriern befinden. Auf einer Fläche von 500 mal 200 m wurden etwa 2500 Spuren gefunden. Die Abdrücke zeigen deutlich drei Zehen und sind 70 bis 80 cm lang. Die Distanz zwischen den einzelnen Abdrücken beträgt etwa anderthalb Meter. Aus diesen Daten errechneten die Wissenschaftler eine Größe der Echsen von acht bis zwölf Metern und ein Gewicht von fünf bis zehn Tonnen. Neben den großen Abdrücken sind auch kleinere erhalten geblieben, die von Dinosaurierjungen stammen könnten. Heute gehen die Forscher davon aus, daß es sich bei den Spuren um Abdrücke von Iguanodons handelt, fleischfressenden Jägern, die vor 150 Millionen Jahren lebten. Wahrscheinlich bewegten sich die Echsen in einem flachen Gewässer, das durch die Sonne ausgetrocknet wurde. Die Abdrücke wurden im Schlamm sozusagen "gebacken" und später durch einen Vulkanausbruch mit Lava versiegelt. Die Spuren wurden bereits von vielen Jahrhunderten von den Bewohnern der Region entdeckt. Da die Menschen damals nichts von der Existenz von Dinosauriern wußten, nahmen sie an, daß die Abdrücke von den Elefanten Alexanders des Großen stammten. Erst 1980 wurden die versteinerten Abdrücke von einer wissenschaftlichen Expedition genauer untersucht. Die Erkenntnis der Wissenschaftler, daß es sich um Dinosaurierspuren handelt, war unter Paläontologen eine Sensation. Bis heute wurde weltweit keine vergleichbare Stätte gefunden. In einem kleinen Museum in der Rangerstation wurde die Entstehungsgeschichte der Spuren illustriert, außerdem kann man sich dort über Flora und Fauna un die riesigen Tropfsteinhöhlen informieren.
      Die Höhlen im Kugitang-Reservat: Vor 90 Millionen Jahren war das heutige Wüstengebiet ein riesiger Ozean. Das Wasser sucht sich einen Weg durch die noch jungen Berge und wusch dabei Höhlen aus. Später füllten sich die Höhlen mit Lehm. Die Berge wuchsen zusammen und der Lehm wurde ausgewaschen. So entstand das Karstsystem. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden die Höhlen in dem unzugänglichen Gelände von Schmugglern genutzt. In den Höhlen entdeckte man Mumien von Schmugglern und Reste der Waren, die geschmuggelt wurden. 1956 entdeckte der Geologe Yalkapov aus Ashgabat zahlreiche neue Höhlen und fertigte erstmals Karten der Höhlensysteme an. In den letzten Jahren sollten die Höhlen einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden, aber das Kugitang-Reservat ist nur schwer erreichbar, und so ist der Zustrom der Touristen äußerst gering. Mit einem Ranger kann man heute die Karlyk-Höhlen besuchen. Beeindruckende Hallen, große und kleine Grotten mit Stalagmiten und Stalagtiten, Säulen in der Form von Kerzen und viele andere wunderbare Schöpfungen der Natur sind in diesen Höhlen zu sehen.
      Übernachtung im Koyten Village.

  • Tag 13 : Koyten Village - Mary

    • Morgens Fahrt über Land nach Mary (590 km, 7 Std.), entlang der Nordseite des Amu Darya. Stopp an einem Aussichtspunkt, von dem man auf den Fluss sehen kann und die umgebende Landschaft sieht. Am Nachmittag Ankunft in Mary. Besichtigungen in Mary mit der Moschee, dem Theater, dem Konferenzzentrum "Ruhiyet Koshgi", dem Zentralpark und dem Monument von Mollanepes.
      Übernachtung in Mary.

  • Tag 14 : Mary - Margush - Merw

    • Ausflug nach Margush etwa 60 km nördlich von Mary. Das einstmals besiedelte Gebiet ist so riesig, dass Forschern, die die Region zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkundeten, sehr bald klar war, dass es sich hier hier um das antike Land Margiana oder Margush handelte, das in der Behistun-Inschrift des Achämeniden-Königs Darius (um 500 v. Chr.) Erwähnung findet. Der ursprüngliche Name Margush wurde später von den Griechen in Margiana abgewandelt. Die Tatsache, dass handwerkliche Erzeugnisse aus Margiana weit über deren Grenzen bekannt waren und die Handwerker Margianas Materialien benutzten, die in ihrer Heimat nicht vorkamen, belegt einen regen Handelsaustausch mit den benachbarten Ländern. Die Kontakte reichten bis zu Euphrat und Tigris, ins Indus-Tal und bis zum Persischen Golf.
      Zurück aus Margush/Margiana besuchen Sie das riesige Areal des alten Merw. Neben Bagdad, Damaskus und Kairo war Merw einst eine der größten Städte in der islamischen Welt und ein wichtiges Zentrum an der Seidenstraße. Das Ruinenfeld, welches die Besucher heute vorfinden, wird umgeben und durchzogen von endlosen Mauern aus Lehmziegeln oder Stampflehm und umfasst etwa 120 Quadratkilometer. Merw ist in seiner Anlage einzigartig. Die Stadt besteht aus einer Reihe mehrerer, im Laufe der Jahrhunderte erbauter, Städte. Da die einmal verlassenen Städte nicht mehr besiedelt wurden, entstanden gewissermaßen "Zeitkapseln", die die Geschichte der einzelnen Siedlungsperioden wiedergeben. Die älteste Stadt ist Erk Kala, eine zwölf Hektar große Wohnsiedlung mit Zitadelle und Befestigungsmauern aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Unter dem Seleukiden Antiochus I. wurde Erk Kala die Zitadelle der neuen Stadt Giaur Kala. Die Seldschuken fügten dem bereits vorhandenen Ensemble wiederum ein neue Stadt hinzu - Sultan Kala. Im späten Mittelalter wurde Adullah Khan Kala, im 18. Jahrhundert Bairam Ali Kala angefügt. Sie besichtigen die wichtigsten Plätze des alten Merw.
      Übernachtung in Mary.

  • Tag 15 : Mary - Ashgabat

    • Morgens Besuch des Museums für Geschichte und Ethnographie mit Abteilungen für Archäologie, Flora und Fauna, Ethnographie und Kultur unterschiedlicher Nationalitäten. Fahrt nach Ashgabat mit Stopps und Besichtigungen an der Strecke. Der Nachmittag in Ashgabat steht zur freien Verfügung. Gelegenheit zur Fahrt zu einem Aussichtspunkt in den Kopetag Bergen, den man mit einer Seilbahn erreicht, mit großartiger Sicht über Ashgabat.
      Übernachtung in Ashgabat. 

  • Tag 16 : Ashgabat - Abreise

    • Transfer  zum Flughafen.

 

 

 

 

 

 

 


 

Anzahl Personen 1 2 3-4

EZ-Zuschlag

Superior 3.059 1.679 1.505 315

Individualreise - Preise in Euro pro Person ab/bis Ashgabat, gültig bis 31.12.2012

Im Preis eingeschlossene Leistungen:
  • Unterbringung in der gewünschten Hotelkategorie
  • Verpflegung: Übernachtung mit Frühstück
  • Alle Transfers, Bahnticket Turkmenbash-Ashgabat
  • Alle Eintrittsgelder für die angegebenen Orte
  • Inlandsflüge in Economy Class wie angegeben
  • Begrüßung am Flughafen bei Ankunft
  • Deutschsprachige örtliche Reiseleitung
  • Visumgenehmigung
Nicht im Preis eingeschlossen:
  • Visagebühren für die Botschaft
  • Ausgaben persönlicher Natur
  • Weitere Mahlzeiten
  • Eintrittsgebühren für zusätzliche Besichtigungen
  • Foto- und Filmgebühren in den Besichtigungsstätten

Wir buchen auch gerne die Langstreckenflüge für Sie - wann und ab welchem Flughafen möchten Sie fliegen?

Für Informationen oder zum Buchen bitte hier klicken!


back