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Länderinformationen Usbekistan


Allgemeines

Die Gründe, nach Usbekistan zu kommen, sind vielfältig. Geschichte ist in Usbekistan erlebbar und wird lebendig. Auch das Zusammenspiel von Sonne, Hitze, blauem Himmel und moslemischer mittelalterlicher Architektur könnte schöner nicht sein. Obwohl die Moderne in Usbekistan längst Einzug gehalten hat - auch hier klingeln die Handys der "Businessmen" - ist es gelungen, die Märchen aus 1001 Nacht zu bewahren. Der Mythos von Samarkand und Buchara könnte auch zu einem literarisch motivierten Besuch führen, schließlich ist es Goethe gewesen, der diese Städte in seinem "West-östlichen Divan" besungen hat. Ein dritter Grund, Usbekistan zu besuchen, ist die legendäre Seidenstraße, die durch das heutige Usbekistan verlief, China mit Europa verband und dank derer viele blühende Wüstenstädte entstanden. Heute ist die Wiederbelebung der Seidenstraße eines der wichtigsten Themen des touristischen Marketings. Das "wirkliche" Usbekistan ist, trotz all seiner Mythen, in Europa ein relativ unbekanntes Land - es lohnt sich, auf Entdeckungsreise zu gehen.

An- und Abreise

Die Hauptstadt Taschkent wird regelmäßig von vielen großen internationalen Fluglinien angeflogen, darunter Turkish Airlines, British Airways; die nationale Fluggesellschaft Uzbekistan Airways fliegt mehrmals pro Woche zwischen Frankfurt und Taschkent. 

Einkaufsmöglichkeiten:

Das Leben in Usbekistan ist billiger als bei uns. Inzwischen liegen Schwarzmarktkurs und offizieller Wechselkurs nicht mehr soweit auseinander. Im März 2004 waren die Märkte, selbst der große Markt um Taschkent, fast leer, da auf importierte Ware hohe Umsatzsteuern gezahlt werden müssen - und dies auch kontrolliert wurde. Für viele Händler hat sich der Handel nicht mehr gelohnt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, in Usbekistan einzukaufen. Zunächst in den neuen privaten "kommerziellen" Geschäften. Diese sind in der Regel rund um die Uhr geöffnet und ihr Preisniveau ist deutlich höher als das der staatlichen Geschäfte. In letzteren ist aber die Auswahl wesentlich geringer, hier kann man in Erinnerung an alte sozialistische Zeiten noch ganze Regalreihen nur mit Einweckgurken sehen, dafür sind die Preise niedriger. Die staatlichen Geschäfte haben montags bis samstags von 9 bis 19 Uhr geöffnet, meistens schließen sie mittags von 13 bis 15 Uhr. Die dritte Möglichkeit, Einkäufe zu machen, sind die zahlreichen Basare. Wie überall im Orient lohnt es sich, auf den Märkten zu handeln. Die Grenzen dabei sind aber nicht so variabel wie etwa in der Türkei und Ägypten. Maximal 30 Prozent des genannten Preises können heruntergehandelt werden. Lebensmittel auf dem Markt sind sehr billig, Brot kostet 20, Sum, Mineralwasser 120. Unbedingt sollte man bei einem Basarbummel die verschiedenen köstlichen Süßigkeiten probieren. Nur Souvenirgeschäfte sowie Hotel- und Gaststättenkellner nehmen Dollar an. Souvenirs werden also am besten in Dollar bezahlt. In allen anderen Geschäften, Teestuben etc. muß in Sum bezahlt werden. Daß man sich vor Billigwaren schützen will und die eigene - aber leider nicht wirklich vielfältige - Produktion protegiert, zeigen die rigorosen Maßnahmen, die im März 2003 spürbar waren: die durch Kasachstan führende Straße Taschkent-Samarkand wurde (wie häufiger mal) gesperrt, weil sich in der Region ein kasachischer Billigmarkt befand, von dem aus die usbekischen Märkte beliefert wurden. Jetzt fahren alle einen fast 90 Kilometer langen Umweg.

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Usbekistan benötigen Sie ein Visum. Die aktuellen Visabestimmungen finden sich auf der Homepage der usbekischen Botschaft unter www.uzbekistan.de. Ein Visumantrag kann heruntergeladen werden. Für deutsche, österreichische und schweizer Individualtouristen gelten folgende Bestimmungen: Sie brauchen eine Visumbestätigung unserer Agentur, die Ihre Reise in Usbekistan betreut, diese erhalten Sie von uns rechtzeitig vor der Abreise. Um das Visum zu beantragen, müssen die Gebühr entrichtet sein (Beleg), der Paß, ein ausgefüllter Visumsantrag mit Paßbild und ein frankierter Rückumschlag vorliegen. Die Bearbeitungszeit beträgt eine Woche. Folgende Gebühren werden für ein einmaliges Visum erhoben: bei Aufenthalt bis zu 7 Tagen 60 EUR, bis zu 15 Tagen EUR 70, bis zu 30 Tagen EUR 80, bei letzterem kann eine mehrfache Einreise ohne Mehrpreis beantragt werden. Die Bankverbindung lautet: Deutsche Bank Berlin, BLZ 100 700 00, Kto. 435 0609 01. Es wird immer wieder angestrebt, ein Visum bei der Einreise ausgestellt zu bekommen, aber noch ist das kein zuverlässiger Weg und es empfiehlt sich die Besorgung bei der Botschaft vor der Abreise. Neben der Beschaffung eines gültigen Visums ist vor der Einreise das Ausfüllen von zwei Zollerklärungen notwendig. Hier müssen alle Währungen, die man mit sich führt, angegeben werden. Auch wertvollen Schmuck und Kameras sollte man eintragen. Ein Exemplar behält der Zoll bei der Einreise, das andere muß während des ganzen Aufenthaltes aufbewahrt werden und ist gemeinsam mit einem dritten Exemplar bei der Ausreise abzugeben. In das dritte Exemplar ist der aktuelle Geldbesitz zum Zeitpunkt der Ausreise einzutragen. Geldumtausch muß man sich nicht auf den Zollerklärungen bestätigen lassen - es muß also nicht über jeden ausgegebenen Dollar Rechenschaft abgegeben werden. Diese Zollerklärungen verursachen immer wieder große Unsicherheit bei den Touristen. Die Einfuhr von Devisen nach Usbekistan ist in unbeschränkter Höhe möglich. Bei der Ausfuhr ist eine Überschreitung der Summe der seinerzeit eingeführten ausländischen Devisen nur unter Vorlage einer Bestätigung der Zentralbank der Republik Usbekistan oder einer bevollmächtigten Bank möglich. Falsche Angaben werden in der Regel mit Geldstrafe geahndet, Umtauschquittungen sollten also aufgehoben werden. Der Individualreisende wird in Usbekistan nach seiner Ankunft von der Ausländerbehörde registriert, deswegen ist es erforderlich, den Paß an der Hotelrezeption abzugeben. Gewöhnlich ist er nach wenigen Stunden wieder verfügbar, nur sollte man ihn vor der Abreise nicht vergessen. Den kleinen "Registrationstalon", der sich nach der Registrierung im Paß befindet, sollte man sorgfältig aufbewahren, da er bei der Ausreise vorzulegen ist. Während des Aufenthaltes in Usbekistan sollte man für den Fall von Identitätskontrollen durch die usbekische Polizei stets den Reisepaß dabeihaben. Kopien werden in der Regel nicht akzeptiert.  

Elektrizität

Wie in allen Ländern der ehemaligen Sowjetunion erfolgt die Stromversorgung in Usbekistan mit 220 V Wechselstrom. Allerdings unterscheiden sich die Steckdosen von den deutschen und sind auch innerhalb Usbekistans nicht einheitlich, deswegen sollte ein Weltadapter im Gepäck sein.   

Fotografieren und Filmen

Nehmen Sie genügend Filme mit. In Usbekistan bekommen Sie - abgesehen von Taschkent (überhöhte Preise) - selten welche. Wichtig sind auch Reservebatterien, ein Blitzgerät, Skylightfilter und Linsenpapier (Staub!). Verboten sind Fotos von militärischen Einrichtungen und Brücken. Bitte achten Sie die Privatsphäre der Menschen. Fragen Sie um Erlaubnis, bevor Sie in ein Haus gehen oder Porträtaufnahmen machen. Geben Sie keinesfalls Geld! Manche haben schon Bekanntschaft mit Sofortbildkameras gemacht und erwarten ein Bild von Ihnen. Versuchen Sie, das vorher zu klären. Oder versprechen Sie, ein Bild zu senden (das sollten Sie dann aber auch tun). Bei Nomaden gibt es dabei sicher Probleme.

Geld

Das offizielle Zahlungsmittel ist der usbekische Sum (usbek. so'm/cym), der 100 Tijin entspricht. Im Umlauf sind Banknoten zu 3, 10, 15, 50, 100, 200, 500 und 1000 Sum. Der 200-Sum-Schein und der 500-Sum-Schein sind mit besonders schönen Motiven ausgestattet, auf dem 50-Sum-Schein ist der Registan abgebildet. Gedruckt wird das Geld übrigens in der deutschen Bundesdruckerei. Seit 2003 ist der Sum konvertierbar, wird aber kaum außerhalb Usbekistans gehandelt. Im Dezember 2012 erhält man für einen US-Dollar etwa 1790 Sum nach dem offiziellen Wechselkurs. Die Inflationsrate ist jedoch hoch, zum Vergleich: Ende 2008 bekam man für eine US-Dollar 1380 Sum. In Wechselstuben, die sich in den größeren Hotels befinden, kann Geld gewechselt werden. Außerhalb der Wechselstuben liegt der Kurs gelegentlich etwas höher. In der Regel bieten die Hotel-Bediensteten an, Geld zu wechseln. Zwar ist dies gesetzlich verboten, dennoch gängige Praxis und macht das touristische Leben in Usbekistan etwas günstiger. Außerdem haben die Banken und Wechselstuben häufig geschlossen und sind sehr bürokratisch. Es ist davon abzuraten, auf Flughäfen oder Basaren Geld zu wechseln. Da die offiziellen Wechselstuben in Hotels und Banken limitierte Öffnungszeiten haben und einen hohen bürokratischen Aufwand erfordern, ist es einfach praktischer, privat zu tauschen. Mit dem Euro tut man sich auf dem Schwarzmarkt jedoch schwer, deswegen sollte man auf jeden Fall US-Dollar mitnehmen. Theoretisch muß alles in Sum gezahlt werden, weshalb man auf jeden Fall Sum erwerben sollte. Kreditkarten werden nur selten akzeptiert, Traveller-Cheques sind mühsam einzulösen. Über die Western Union Bank können dringende Geldüberweisungen veranlaßt werden. Einige Banken bieten die Abhebung von Bargeld per Kreditkarte an. Man sollte US-Dollar, auch in kleinerer Stückelung, bei sich haben, da es manchmal einfacher ist - gerade in Souvenirgeschäften - mit US-Dollar zu zahlen.

Gesundheit/Hygiene

Es besteht kein Sozialabkommen zwischen Deutschland und Usbekistan, deswegen sollte unbedingt eine private Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransport abgeschlossen werden. Die Primärversorgung ist bis jetzt auch für Touristen noch kostenlos. Medikamente müssen jedoch selbst bezahlt werden. Die Privatkliniken, in denen Touristen behandelt werden können, sind teuer. Es gibt für Usbekistan keine vorgeschriebenen Impfungen, dennoch sollte vor der Abreise ein Arzt konsultiert werden. Das Auswärtige Amt gibt Informationsmaterial über empfohlene Impfungen heraus. Zu empfehlen ist es, alle Schutzimpfungen zu überprüfen und sich gegen Hepatitis A impfen zu lassen. Eine der größten Gefahren ist, im Sommer die Dehydrierung. Mindestens zwei Liter alkoholfreie Flüssigkeit pro Tag - am besten stilles Mineralwasser oder Tee - sind ein Muß. Auf längeren Fahrten empfiehlt es sich, immer Mineralwasser im Gepäck zu haben. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Wer viele Früchte gegessen hat, besonders Wassermelonen, möge besser auf Wasser verzichten und grünen Tee trinken. In Usbekistan herrschen nicht die strengen Hygienevorschriften, die wir kennen. Dies gilt insbesondere für billigere Hotels und Restaurants. Der Reisende sollte von sich aus einige - selbstverständliche - Grundregeln beachten. Dazu gehört das Händewaschen vor den Mahlzeiten, auf das hier extra hingewiesen wird, weil viele Speisen auf den Tisch kommen, die mit den Händen gegessen werden. Obst und Gemüse sollte man schälen. Leitungswasser ist unbedenklich zum Zähneputzen, als Trinkwasser jedoch ungeeignet. Auf Eiswürfel in den Getränken sollte möglichst verzichtet werden, ebenso wie es problematisch ist, Tiefkühlprodukte zu essen. Auch bei Speiseeis ist Vorsicht geraten.

Kleidung

Leichte Baumwollkleidung ist für Reisen in den Sommermonaten empfehlenswert. Lange Hosen und langärmelige Hemden und Pullover verhindern einen Sonnenbrand und respektieren die moslemische Weltanschauung. Allerdings wird in Usbekistan noch nicht so strent auf die rihtige Kleidung geachtet. An religiösen Orten müssen jedoch Schultern und Beine bedeckt sein, Miniröcke und schulterfreie Tops sind unpassend. Sinnvoll ist es, um einen Sonnenbrand zu vermeiden, einen Hut oder eine Kappe zu tragen. Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung sehr intensiv - eine Sonnenbrille ist unbedingt angeraten. Festes Schuhwerk kommt mit Hitze, Staub und Unebenheiten besser klar als leichte Schuhe. In Moscheen und vielen privaten Restaurants müssen die Schuhe ausgezogen werden - das bedeutet, man muß saubere Füße und/oder heile Socken haben. Im Winter oder in den kälteren Monaten ab Ende Oktober gehören warme Stiefel und Wollpullover zur Grundausstattung, ebenso wie eine wetterfeste Jacke. Bei Wüstenübernachtungen sollte man mit dem nächtlichen Temperatursturz rechnen. Auf Kälte, Wind und Schnee muß man eingestellt sein, wenn man die Berge in Richtung Kirgisistan oder Tadschikistan bereist. Generell gilt auch in Usbekistan, daß man als Reisender eher zweckmäßig als aufsehenerregend angezogen sein sollte. Teueren Schmuck sollte man zu Hause lassen, da die Hotels nur selten über einen Safe verfügen und es wenig Gelegenheit gibt, ihn effektvoll in Szene zu setzen.

Klima und Reisezeiten

Das Klima läßt sich als kontinental bezeichnen. Starke jahreszeitliche Schwankungen sowohl der Temperaturen als auch der Niederschlagsmenge sind üblich. Die mittleren Temperaturen liegen im Januar bei -2 Grad, im Juli bei 26 Grad. Auch im Frühjahr ist es tagsüber, wenn man sich nicht gerade in den Bergen befindet, zwischen 20 und 30 Grad. Die besten Reisezeiten sind Frühling und Frühsommer (April und Mai) und der Herbst (September und Oktober). Auch der Winter hat seine Vorteile. Es sind kaum Touristen unterwegs, die Hotelpreise sind deutlich niedriger als während der Saison und wenn es auch draußen kalt ist, sind die Hotels und Wohnungen geheizt. Samarkand im Schnee, ein zugefrorener Amudarja, Schnee in der Kizilkum, 45 Grad minus in Karakalpakistan und Skifahren im Tienshan haben auch touristischen Erlebniswert.

Unterwegs/Reisen im Inland

Mit dem TAXI: Am einfachsten fährt man mit einem Taxi. Manchmal sind in letzter Zeit Gerüchte aufgetaucht, daß die Taxifahrer eine bestimmte Erlaubnis brauchen, um Touristen zu fahren. Insbesondere auf der Strecke Urgench-Buchara hatten Taxifahrer Schwierigkeiten. Nichtsdestotrotz ist es gesetzlich nicht verboten, mit beliebigen Taxis oder auch Privatwagen durch Usbekistan zu fahren. Die Taxipreise müssen ausgehandelt werden und sind deswegen hier nur Richtwerte. Taschkent-Samarkand kostet, wenn man ein Taxi allein haben möchte, 30 Dollar, ein Platz 8 Dollar. Die Rückfahrt kostet 5 bzw. 1 Dollar weniger. Samarkand-Buchara kostet etwa 20 Dollar. Die Taxifahrer kennen ihre Strecken sehr gut und fahren deswegen nicht immer gefahrenbewußt.
Mit dem SAMMELTAXI: Am schnellsten, billigsten und einfachsten reist man mit den Sammeltaxis. Sie fahren in allen Städten von zentralen Plätzen lost, immer dann, wenn ein Bus voll ist. Meistens sind es Daewoo Minibusse, in denen man recht eng und sehr wackelig sitzt. Viele Fahrer sind Hasardeure, und schon oft kam es zu schweren Unfällen, weil die Minibusse einfach umgekippt sind.
Mit dem BUS: Etwas langsamer und altmodischer geht es mit den Überlandbussen voran. Sie fahren nicht so häufig, aber nach Fahrplan, der auch einigermaßen eingehalten wird. Jede Stadt hat einen Busbahnhof, an dem man die Abfahrtszeiten erfahren kann.
Mit der EISENBAHN: Recht kompliziert ist das Reisen mit der Eisenbahn. Die Züge sind hoffnungslos überfüllt, da die Eisenbahn das günstigste Verkehrsmittel ist. In dem Gedränge lasse man sein Eigentum nie aus den Augen. Wenn man sich auf die Umstände eingelassen hat, kann man mit Wodka, Wassermelone, Sonnenblumenkernen und lustigen Mitfahrern viel Spaß haben. Die am besten frequentierte und einigermaßen erträgliche Strecke fährt der Taschkent-Buchara Express. Jeweils um 19 Uhr verlassen die Nachtzüge die Bahnhöfe der beiden Städte und kommen gegen acht Uhr am folgenden Morgen an. Der Fahrkartenverkauf für Ausländer befindet sich in allen Städten direkt neben dem Bahnhof. Es lohnt, sich am Ausländerschalter anzustellen, da hier die Schlange wesentlich kürzer ist. Bevor man sich anstellt, sollte man sich aber vergewissern, daß an diesem Schalter die Fahrkarten für das gewünschte Reiseziel verkauft werden und daß bis zur nächsten Schalterpause noch mindestens eine Stunde Zeit ist. Für längere Strecken kann man die Fahrkarten im voraus kaufen. Da viele Züge Nachtzüge sind, eine kurze Information über die Schlafwageneinteilung: der ersten Klasse entspricht der "weiche Wagon" (mjagkij Wagon), eine Zweibettschlafabteil. Wenn man einen Platz im "kupejnyj" bucht, landet man in einem Vierbettabteil, wobei keine Trennung der Geschlechter vorgenommen wird.
Mit dem FLUGZEUG: Uzbekistan Airways fliegt regelmäßig von Taschkent alle anderen wichtigen und für Touristen interessanten Städte in Usbekistan an: Andijan, Buchara, Ferganga, Karshi, Kokand, Namagan, Samarkand, Shaxrisabz, Termiz, Urganch. Außerdem gibt es tägliche Verbindungen in die Hauptstädte der benachbarten mittelasiatischen Republiken. Die Tickets können in größeren Hotels oder direkt im jeweiligen Büro von Uzbekistan Airways erworben werden. Die Tickets müssen in Sum bezahlt werden. Die Preise sind nicht sonderlich hoch: So kostet etwa ein einfacher Flug von Taschkent nach Urganch USD 77, von Taschkent nach Samarkand USD 50 und von Taschkent nach Fergana USD 48. Auf den Inlandsflügen ist der Service an Bord nicht sonderlich üppig, wer viel Hunger und Durst hat, sollte sein Handgepäck entsprechend ausstatten. Da es sich meistens um kleine Maschinen handelt, ist die Veränderung des Luftdrucks häufig schmerzhaft in den Ohren zu spüren. Auf manchen Flügen werden keine Sitzplätze verteilt, man kann sich dann auf einen beliebigen Platz setzen; diese Gewohnheit führt manchmal allerdings dazu, daß sich die Usbeken auch auf Flügen, auf denen Sitzplätze verteilt wurden, auf einen beliebigen Platz setzen. Da immer genügend Plätze vorhanden sind, sollte man sich in diesem Fall, will man nicht allzu viele Nerven verlieren, flexibel zeigen.

Kriminalität/Alkohol

Usbekistan ist kein kriminelles Land, dennoch macht Gelegenheit Diebe. Auch wenn sich der Tourist nicht vor Raubüberfällen fürchten muß, sollte man seine Wertsachen eng am Körper tragen, die Handtasche nicht leichtfertig baumeln lassen und bei Gedränge auf seine Taschen achtgeben. Taschendiebstahl ist extrem selten in Usbekistan, aber mit vermehrtem Tourismus entwickelt sich auch dieses Gewerbe. Besonders in dem Gedränge auf den Basaren sollte man auf Wertsachen aufpassen. Da nur selten individuelle Safes in den Hotels verfügbar sind, sollte man einen Geldgürtel oder Brustbeutel bei sich haben. Ein mit einem Nummernschloß verriegelbarer Koffer empfiehlt sich ebenso. Die Mafia gibt es auch in Usbekistan, allerdings haben Touristen nichts von ihr zu befürchten. Auch Raubüberfälle auf Touristen gibt es bisher nicht. Auch die starke Polizeipräsenz, die sich nach dem Attentat auf den Präsidenten nochmals verstärkt hat, mag abschreckend wirken. Auf den Märkten und in Geschäften wird man nicht übers Ohr gehauen. Die Waagen sind zwar meistens gezinkt, aber darunter haben auch die anderen Käufer zu leiden. Wechselgeld bekommt man in der Regel richtig herausgegeben.
Alkohol - durchaus ein Thema in Zentralasien. Alkohol ist in Usbekistan überall zu bekommen, vom importierten deutschen Bier bis zu französischen Weinen. Dabei ist zu beachten, daß die engeführten Waren mindestens dreimal teuerer sind als bei uns. Deswegen empfiehlt sich der Genuß einheimischer Alkoholika. Das lokale Bier ist leichter und süßer, als wir es gewohnt sind. In Samarkand werden in einem usbekisch-tschechischen Joint-Venture einige gute Sorten gebraut. Ebenfalls in Samarkand wird in einer noch vorrevolutionären Winzerei Wein gekeltert. Dennoch sind die Herstellungsverfahren völlig andere, als der deutsche Weinliebhaber es gewohnt ist - deswegen werden die Weine nicht immer den europäischen Geschmack treffen. Außerdem versteht man unter Wein, also "Vino", in der Regel süße, schwere Liköre. Bestimmte Rotweine, zum Beispiel "Go'la Qandoz" (süß und samtig) oder "Shirin" (schmeckt nach Honig), ein trockener Weißwein (Bogi Maydon), aber auch der Balsam, eine Art Magenbitter aus über 30 Kräuterextrakten und über 40 Prozent Alkohol bestehend, sind sehr empfehlenswert. Auch der usbekische Sekt ist, wenn man es lieblich mag, nicht zu verachten. Wer Wodka schätzt, sollte darauf achten, daß er das "Wässerchen" nur mit ungeöffnetem Verschluß und Banderole in einem seriösen Geschäft kauft, denn auch in Usbekistan wird Wodka häufig gepanscht. Der Genuß eines solchen Wodkas kann fatale gesundheitliche Folgen haben. Deshalb ist Vorsicht geboten.
 

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